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Karwoche in Segovia © Turismo de Segovia

Ein Besuch der Welterbestädte ist eine gute Option für alle, die am sogenannten religiösen Tourismus interessiert sind. So ist beispielsweise Santiago de Compostela der Endpunkt des Jakobswegs. Toledo ist bekannt als die Stadt der drei Kulturen und verfügt über Baudenkmäler wie die Kathedrale und seine mozarabischen Kirchen. Im Juni wird dort auch Fronleichnam gefeiert. Ein weiteres wichtiges Kirchenfest ist die Karwoche in Cuenca. In Ávila dagegen können Sie das Geburtshaus der hl. Teresa, ihre erste Klostergründung und das Kloster La Encarnación aufsuchen. In Segovia können Sie das Kloster von Johannes vom Kreuz besichtigen.

In Alcalá de Henares In Alcalá de Henares, dem alten Complutum der Römer, werden die beiden heilig gesprochenen Märtyrer Justo und Pastor verehrt. An der Universität von Alcalá studierten weitere Heilige wie Thomas von Villanueva, José Calasanz und Ignatius von Loyola. Diverse Bauwerke, darunter insbesondere die neun Klausurklöster der Stadt, beben Aufschluss über den Werdegang dieser und anderer Heiliger, die in der Stadt lebten, darunter auch Johannes vom Kreuz und Teresa von Ávila. Zu diesem einmaligen kunsthistorischen und kulturellen Erbe im Zusammenhang mit der Religion kommt, dass auch die Karwoche in der Stadt besonders würdig gefeiert wird. In Ávila Ávila ist die Stadt der hl. Teresa von Ávila. Die Lebenszeit der Heiligen fiel mit dem sogenannten „Goldenen Zeitalter“ von Ávila zusammen, was an der Umgestaltung vieler Kirchen zum Ausdruck kommt. In Ávila entstanden einige der schönsten Texte der hebräischen, islamischen und christlichen Mystik von Autoren wie Teresa de Cepeda y Ahumada, Johannes vom Kreuz und Nissim Ben Abraham. Um ihrem Einfluss auf die Stadt nachzuspüren, empfiehlt sich der Besuch der Klöster Santa Teresa und San José, des Klosters La Encarnación, der Kirche San Juan und des Interpretationszentrums der Mystik. In Cuenca Die Religiosität findet in Cuenca vor allem bei zwei bedeutenden Anlässen ihren Ausdruck: in der Karwoche und der Woche der Religiösen Musik, die beide als wertvoll für den internationalen Tourismus eingestuft wurden. Erstere geht auf das 17. Jahrhundert zurück und füllt die Straßen von Cuenca während der Prozessionen mit schönen Heiligenfiguren. Besonders hervorzuheben ist die Kreuzweg-Prozession, die den Beinamen „Las Turbas“ trägt. Die Woche der religiösen Musik ist das viertälteste Festival Spaniens, an dem international renommierte Orchester, Chöre und Sänger teilnehmen und religiöse Musikkompositionen interpretieren. In Santiago de Compostela Der Sage nach reiste der Apostel Jakobus bis nach Galicien ans Ende der bekannten Welt, um die Lehren des Christentums zu verbreiten. Im Jahr 44 wurde er exekutiert und sein Begräbnis verboten. Seine Schüler begruben ihn in Galicien, und sein Grab war bis 813 unbekannt, bis ein glänzender Schein den entsprechenden Ort bezeichnete. Dort wurde eine Kapelle errichtet, die der heutigen monumentalen Kathedrale von Santiago gewichen ist. Es entstand der bekannte Jakobsweg, dessen Endpunkt die seit dem 12. Jahrhundert Heilige Stadt Santiago de Compostela ist. Seitdem pilgern Jahr für Jahr tausende gläubige Christen dort hin. Die Jahre, in denen der Tag des Apostels, der 25. Juli, auf einen Sonntag fällt, wird ein heiliges Jakobsjahr gefeiert. In Segovia In Segovia sind die Zeugnisse dreier großer monotheistischer Religionen zu finden und es ist leicht, auf den Spuren von mehreren christlichen Heiligen zu wandeln: Dominikus von Guzmán, Vicente Ferrer, Johannes vom Kreuz, Teresa von Ávila, Alphonsus Rodríguez und andere. Von der Ausübung der jüdischen Religion zeugen die Synagoge El Corpus, die frühere Hauptsynagoge, und wenige Überreste der Ibáñez-Synagoge. Es ist dokumentiert, dass es in der Stadt noch fünf weitere gegeben hat. Die arabische Präsenz zeigt sich an bestimmten Ortsnamen, an den Gemüsegärten und den Bewässerungskanälen sowie an herrlichen Täfelungen und Mudéjar-Kassettendecken, die in der Stadt erhalten sind. In Toledo Toledo ist bekannt als die Stadt der drei Kulturen und verfügt über viele Zeugnisse der drei großen monotheistischen Religionen. Das wohl bedeutendste Bauwerk ist die Kathedrale von Toledo, ein Beispiel des Zusammenlebens der Religionen. Weitere wichtige Sakralbauten sind die mozarabische Kirche Santa Eulalia, die Kirche Santas Justa y Rufina, die Kirche San Lucas und die Mudéjar-Kirche San Sebastián. Darüber hinaus werden in Toledo diverse Kirchenfeste groß gefeiert, insbesondere Fronleichnam: die feierliche Prozession verleiht der Stadt eine getragene Atmosphäre mit Musik, Gesängen, Düften und andächtiger Sammlung.