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Stadtmauer und Kathedrale von Ávila © Turismo de Ávila

Seguir la estela de las Ciudades Patrimonio permite descubrir la cuna de la lengua castellana y hallar el rastro de ilustres narradores, como Cervantes, Lope de Vega o Unamuno.  

Im Fahrwasser der Welterbestädte hat man Gelegenheit, die Wiege der spanischen Sprache kennen zu lernen und auf den Spuren illustrer Erzähler wie Cervantes, Lope de Vega und Unamuno zu wandeln. Alcalá de Henares Die Route der spanischen Sprache führt zu den großen Stationen des Spanisch, vom ersten Zeugnis davon im 10. Jahrhundert in San Millán de la Cogolla über die Städte Kastiliens und Leóns, die die Sprache formten, bis nach Alcalá de Henares, wo sie zu mit der Literatur des Goldenen Zeitalters und weltbekannten Autoren wie Lope de Vega, Quevedo, Tirso de Molina und Calderón de la Barca zu höchster Blüte gelangte. Doch Alcalá de Henares ist vor allem der Geburtsort Cervantes'. Ihm zu Ehren wird jeden Oktober die Cervantes-Woche veranstaltet, die die Stadt ins 16. und 17. Jahrhundert zurückversetzt. Dazu kommen das Kulturprogramm „El Abril de Cervantes“, das Museum im Geburtshaus des Autors, die Route durch die Literatenstadt und das Interpretationszentrum Los Universos de Cervantes als Beispiele für die Hochschätzung, die die Stadt Cervantes entgegenbringt. Alcalá de Henares ist mit dem zentralen Sitz des Cervantes-Instituts außerdem Welthauptstadt der spanischsprachigen Literatur und verleiht jedes Jahr am 23. April Cervantes-Literaturpreis. Ávila Die Stadtmauern von Ávila, die Kathedrale, die Kirchen, Klöster und Baudenkmäler der Stadt waren stumme Zeugen des Lebens der Mystiker Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die eindrucksvolle Tiefe ihres religiösen und literarischen Schaffens hat sie zu Botschaftern dieser Stadt gemacht, in der Geschichte und Wissensdrang Hand in Hand gingen. In Ávila wandelt man auf den Spuren dieser Autoren und anderer jüngeren Datums aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie Unamuno, García Lorca, ‚Azorín‘ oder Delibes, denen die Stadt als Quell der Inspiration diente. Ihr widmeten sie einige der schönsten Darstellungen in spanischer Sprache.  Salamanca Salamanca war der Ort, wo die erste Grammatik einer modernen europäischen Sprache entstand. Verfasst wurde sie von dem Universitätsprofessor Elio Antonio de Nebrija, der sie 1492 als ‚Grammatik der Kastilischen Sprache‘ herausgab. Sie war die Grundlage der spanischen Sprache in einer Zeit, als diese sich in der Neuen Welt ausbreitete. Die 1218 gegründete Universität von Salamanca hat im Laufe der Jahrhunderte die spanische Sprache gefördert und bekannt gemacht und zieht auch heute noch alljährlich tausende Sprachschüler aus aller Welt an, die in den dort angebotenen internationalen Kursen Spanisch lernen. Vor ihnen zogen schon Schriftsteller wie Unamuno oder Góngora durch die Straßen der Stadt, und in der Universität wirkten Johannes vom Kreuz und Fray Luis de León. Der Garten von Calisto und Melibea, die alten Hörsäle im historischen Gebäude der Universität, der Lazarillo von Tormes am Fluss, die hl. Teresa von Ávila, Beatriz Galindo und der Lizentiat Vidriera sind Orte und Figuren der Realität und der Fiktion, die sich in dieser Stadt an der Route der spanischen Sprache miteinander verflechten.