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Lusitania-Brücke, Mérida

Puente Lusitania, Mérida


Moderne und zeitgenössische Architektur


Avantgarde und Innovation gehen in den Welterbestädten Hand in Hand. Dank der Bauwerke renommierter Architekten schauen sie optimistisch in die Zukunft. Gute Beispiele dafür sind das Nationalmuseum für Römische Kunst von Rafael Moneo und die Lusitania-Brücke von Calatrava, beide in Mérida. In Salamanca sind das Bühnenkunst- und Musikzentrum und das Domus Atrium 2002 einen Besuch wert. Santiago de Compostela zeigt in seiner Stadt der Kultur sein modernstes Gesicht. In Tarragona sind die originellen Kreationen von Antoni Gaudí und Domènech i Montaner zu sehen, und Toledo besitzt Räume wie den Plaza de Alfonso VI mit einer Skulptur von Chillida.

In Mérida Einige der jüngsten Neubauten der Stadt wurden von bedeutenden Architekten entworfen. Dazu zählen die Lusitania-Brücke von Calatrava und das Nationalmuseum für Römische Kunst von Rafael Moneo. Zudem weist Mérida Spuren innovativer architektonischer Trends des 20. und 21. Jahrhunderts auf. Trends wie der Neomudejar-Stil, der Modernisme-Stil, der Rationalismus, Konstruktivismus und Eisenarchitektur, die an Gebäuden und einigen Hochbauten zu finden sind. Besonders hervorzuheben ist hier die Eisenbrücke über den Guadiana. Der Plaza de España und seine Umgebung dagegen zeichnet sich durch ein zeitgenössisches architektonisches und städtebauliches Mosaik aus. In Salamanca Das Stadtbild von Salamanca prägen zahlreiche zeitgenössische Bauten, die man am besten anhand der Tour der Gegenwartsarchitektur kennen lernen kann. Sie führt zu mehr als 30 Bauwerken wie zum Beispiel dem Ausstellungs- und Kongresspalast, dem Liceo-Theater, der Handelsbank und dem Bühnenkunst- und Musikzentrum. Darüber hinaus gibt es in der Altstadt unzählige zeitgenössische Wohnhäuser, die an emblematischen Straßen liegen. Weitere zeitgenössische Bauwerke sind der Umbau der Päpstlichen Universität und das Museum des Handels und der Industrie. In Santiago de Compostela Das reiche und wohlbekannte historische Erbe, das Santiago de Compostela seinen Besuchern bietet, vervollständigen hervorragende Bauwerke zeitgenössischer Architektur, die in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden sind. Die geschichtsträchtigen Steine der compostelanischen Baudenkmäler bilden ein schönes Bühnenbild für die moderne Architektur. Besonders gelungene Beispiele sind die Stadt der Kultur, das Konzerthaus Auditorio de Galicia oder der Kongress- und Ausstellungspalast von Galicien. In Tarragona Das moderne Tarragona hat viel Interessantes zu bieten. Im 16. bis 19. Jahrhundert wurde die Stadt mit dem Bau der beiden vorgelagerten Schanzen Sant Jordi und Reina María Estuardo befestigt. Aus dieser Zeit stammen die Adelshäuser de Canals, Montoliu und Castellarnau sowie das alte Provinzialgericht. Ende des 19. Jahrhunderts bis etwa 1920 wurde die Stadt mit drei Neubaugebieten erweitert, an denen drei große Architekten maßgeblich beteiligt waren: Josep Maria Jujol i Gubert (u. a. Metropol-Theater und Casa Ximenis), Antoni Gaudí (Kapelle der Wallfahrtskirche Nuestra Señora del Sagrado Corazón) und Lluís Domènech i Montaner (Mausoleum Jaumes I.). In Toledo Toledo entstand im Laufe vieler Jahrhunderte, und auch hier trägt die Architektur des 21. und ausgehenden 20. Jahrhunderts zur Bereicherung des Stadtbilds bei. Einige Empfehlungen bezüglich der modernen Architektur sind der Kreis der Kunst, die Königliche Stiftung Toledo Museum Victorio Macho, das Wohnviertel Polígono Residencial, Casa Toledana, die Kirche Templo de San Marcos, der Miradero, die Alte Waffenfabrik und das Holz-Technologiezentrum.